Herkingrade

Herkingrade ist der am höchsten gelegene Ortsteil der Wupperorte. Er liegt auf 300 Metern über dem Meeresspiegel und zählt rund 300 Einwohner. Die Ortschaft liegt an der Landesstraße L130 in einer Fortsetzung der Linie Dahlerau du Keilbeck und hat im Grunde nur zwei eigene Straßen: „Herkingrade“ und „In der Heimeke“. Durch den Ort fließt der Herkingrader Bach. Neben dem Bauernhof von Bauer Hesse gibt es hier das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Löschgruppe Herkingrade und des DRK Ortsgruppe Dahlhausen. Ansonsten besticht die Ortschaft durch Ein- und Zweifamilienhäuser. Zum geselligen Beisammensein lädt die Gastwirtschaft „Zur schönen Aussicht“, wo sich Einheimische und Ausflügler gleichermaßen wohlfühlen.

Für Wanderer ist Herkingrade ein idealer Ausgangsort für schöne Ausflüge in die umliegende Natur. Parkmöglichkeiten gibt es zum Beispiel neben dem Feuerwehrhaus, wo sich auch die Bushaltestelle befindet. Die prämierten Rundwanderwege „Wald-Wasser-Wolle-Wander-Weg“ und „Tuchmacherweg“ führen ebenso durch die Ortschaft, wie die Ortsrundwanderwege A4 und A6.

Zur Geschichte von Herkingrade

1315 wurde der Ort das erste Mal urkundlich erwähnt: „Graf Adolf VI. von Berg erwirbt von Gottfried von Sayn u. a. das Freigut Herkintrayde“.  Die damalige Schreibweise der Ortschaft war noch etwas anders. 1815/16 besaß der Ort 106 Einwohner. Im Jahr 1832 gehörte der Ort noch zum Kirchspiel Remlingrade des ländlichen Außenbezirks der Bürgermeisterei Radevormwald. Der laut der Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf als Dorfschaft kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit 21 Wohnhäuser und elf landwirtschaftliche Gebäude und zählte 197 Einwohner. Auch die Löschgruppe der Herkingrader Feuerwehr hat eine lange Tradition. Sie fand im Jahr 1877 ihre Gründung. Das Spritzenhaus der Feuerwehr wurde 7 Jahre später erbaut und erhielt 1964 einen kompletten Neubau, der bis heute diverse Male um- und ausgebaut wurde und 2003 einen Anbau für das DRK Ortsgruppe Dahlhausen erhielt. Auch „Hochprozentigen“ konnte man früher in Herkingrade erstehen. Im Jahr 1883 wurde in der kleinen Ortschaft eine Brennerei in Betrieb genommen, in der ein klarer Korn mit 32 % Alkoholgehalt mit einer Tagesproduktion von 400 bis 450 Litern gebrannt wurde. Der Hefeanfall wurde an die umliegenden Bäckereien verkauft. Im Ersten Weltkrieg wurde die Produktion jedoch eingestellt, da das Kupfer der Apparate für die Rüstung benötigt wurde. Das Gebäude der Schnapsbrennerei existiert heute noch, wird aber nur noch als Lagerraum genutzt.

 

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